Joseph Haydn
Die Jahreszeiten
Hob. XXI:3
Sonntag, 17. Mai 2026, 11 Uhr und
Montag, 18. Mai 2026, 20 Uhr
Alte Oper Frankfurt
Joseph Haydns Oratorium Die Jahreszeiten entstand kurz nach den ersten erfolgreichen Aufführungen des Schwesterwerks Die Schöpfung. Beide Werke stehen in enger geistiger Verbindung zueinander. Führt die Schöpfung das Werden der Welt im Ablauf des Genesis-Berichtes vor Augen, so geht es in den Jahreszeiten um die Existenz der Welt im Ablauf des Jahres, das Erleben der göttlichen Schöpfung im zyklischen Werden und Vergehen der Natur.
Trotz dieser inhaltlichen Nähe ging Haydn die Komposition der Jahreszeiten eher schwer von der Hand. Mit dem Text, verfasst von Baron van Swieten nach The Seasons des englischen Autors James Thomson, hatte Haydn seine Schwierigkeiten. „Froschgequake“ oder „Fleiß“ zu vertonen, lief ihm zuwider. Andererseits scheint er den Text des Schlusschores „Juhhe! Juhhe! Der Wein ist da!“, mit dem der Herbst ausklingt, so wörtlich genommen zu haben, dass er bei der Komposition nicht ganz nüchtern war. „Ich nenne daher die Schlussfuge die besoffene Fuge“, soll er geäußert haben.
Eines haben die beiden großen Oratorien gemein: Sie besingen und feiern nicht nur den Lauf der Welt und der Zeiten, sondern auch die Kostbarkeit der Natur – und sind damit heute wieder von großer Aktualität!
Mitwirkende
- Cäcilienchor Frankfurt
- Figuralchor Frankfurt
- Frankfurter Kantorei
- Frankfurter Singakademie
- Karolina Bengtsson (Sopran)
- Magnus Dietrich (Tenor)
- Alexander Grassauer (Bariton)
- Frankfurt Opern- und Museumsorchester
- Leitung: Thomas Guggeis
- Veranstalter: Museumsgesellschaft Frankfurt e. V.



