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Bild vom Weihnachtskonzert 2024

Paul und Helene Neumann, seit 1890 bzw. 1902 Mitglieder im Cäcilienchor

Lebendiger Adventskalender in der Neuen Altstadt

Enthüllung der Stolpersteine für Margit, Erwin und Dora Jacobi

Konzertarchiv des Cäcilienchors

Gedenkkonzert in der Katharinenkirche Frankfurt am 6. März 2023

Christian Rohrbach

Stolpersteine für Therese Istel und ihre Kinder Robert und Ellen

Logo des Cäcilienchors

Stolpersteine im Cäcilienchor Frankfurt

Gedenktage 24. – 26. April 2026

Bild der Verlegung 2023 in der Eschersheimer Landstraße 69
Verlegung 2023, Eschersheimer Landstr. 69, Frankfurt am Main
© Initiative Stolpersteine Frankfurt am Main e. V.

Bereits zum dritten Mal initiiert und verlegt der Frankfurter Cäcilienchor Stolpersteine für seine in der Zeit des Nationalsozialismus von 1933 bis 1945 verfolgten Mitglieder. Die Stolpersteininitiative Frankfurt hat uns ein gesondertes Wochenende eingeräumt, um die von uns initiierten 30 Stolpersteine für zehn ehemalige Chor-Mitglieder und deren Familienangehörige feierlich zu enthüllen. Bereits einige Tage zuvor werden diese an den letzten frei gewählten Wohnungen verlegt.

Es berührt uns besonders, dass auch in diesem Jahr Nachkommen unserer früheren Chor-Mitglieder nach Frankfurt reisen, um an den Gedenktagen teilzunehmen.

Ablauf des Gedenkwochenendes

Durch unsere ehrenamtliche Erinnerungsarbeit möchten wir die Lebensgeschichten dieser Menschen wieder rekonstruieren und sie so zurück in unsere Mitte holen. Durch die Stolpersteine soll die Erinnerung an sie auch in der Öffentlichkeit wachgehalten werden.

Es freut uns sehr, dass die Kosten für Erstellung und Druck unserer Publikation „Spurensuche 2“ bereits durch chor-externe Spenden aufgebracht werden konnten. Wenn Sie an einer Ausgabe der “Spurensuche 2” interessiert sind, nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Unsere Erinnerungsarbeit wird von Beginn an von der ganzen Chorgemeinschaft ideell, personell und finanziell getragen. Unser Ziel ist es – wie auch bei früheren Verlegungen – die Stolpersteine vorwiegend durch unsere Chormitglieder zu finanzieren. Die Gesamtkosten für Produktion und Verlegung der Stolpersteine betragen rund 3500 Euro.

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme an den Veranstaltungen!

Stolperstein-Arbeitsgemeinschaft im Cäcilienchor Frankfurt
Kontakt: stolpersteine@caecilienchor.de

Zeitplan der Verlegungen 2026

Samstag, 25. April 2026

ZeitStadtteilAdressefür Personen
10:00BahnhofsviertelWeserstraße 61
(gegenüber Nr. 54)
Martha und Julie Hohenemser
10:45InnenstadtOpernplatz 4Carla, Moritz und Eva Sarah Pinkus
11:25WestendReuterweg 18Moritz Nathan und Katharina Oppenheim
12:00WestendElsheimerstraße 11Robert Knoblauch
14:10WestendFeldbergstraße 15Constance Hohenemser
15:00WestendMendelssohnstraße 73Meta Hohenemser
15:40WestendKettenhofweg 65Dr. Arthur Adler und Hermine Adler-Stiebel

Sonntag, 26. April 2026

ZeitStadtteilAdressefür Personen
10:00SachsenhausenEschenbachstraße 35Dr. Robert Hohenemser
10:40SachsenhausenSchaumainkai 55Dr. Paul, Gabrielle, Felix und Stephan Oppenheim
12:20DornbuschAdelheidstraße 11Dr. Franz, Elisabeth, Heinz-Erich und Elisabeth Adler
13:10NordendBäckerweg 7Dr. Leopold, Betty Beila, Dr. Ernst, Gertrude und Martha Nebenzahl
14:20FechenheimBirsteiner Straße 47Dr. Wilhelm, Cordelia, Emma Maria und Gertrud Mathilde Hohenemser

Stand 13.02.2026
Änderungen vorbehalten. Aktueller Zeitplan und Info


Zeitplan als PDF herunterladen

Einblicke in die Erinnerungsarbeit

Neben einzelnen Personen wie dem Konzertagenten Robert Knoblauch stehen dieses Mal auch große Frankfurter Familien wie die Familien Adler-Stiebel, Hohenemser und Oppenheim im Mittelpunkt.

Die Hohenemsers waren allein laut letzter Mitgliederliste von 1925 mit sechs Personen im Cäcilien-Verein vertreten.

Das Haus der Familie von Moritz und Katharina Oppenheim im Reuterweg ​​18 (früher 32) war ein informelles kulturelles Zentrum Frankfurts, in dem Clara Schumann, Johannes Brahms und Paul Hindemith verkehrten.

Mit der großen Familie von Leopold Nebenzahl erinnern wir zum ersten Mal an eine sich zum orthodoxen Judentum bekennende Familie, aus der bis heute mehrere bedeutende Rabbiner hervorgegangen sind.

Neben den Personen, für die wir selbst Stolpersteine verlegen, erinnern wir auch an die Chormitglieder Elisabeth Weigert, Arthur Kutz und Paul Lion, für die früher bereits von anderer Seite Stolpersteine initiiert wurden, und an Gretel Hirschfeld, für die wir einen Stolperstein in Worms angeregt haben.

Die von uns in den letzten beiden Jahren recherchierten Schicksale, die wir in einer „Spurensuche 2“ dokumentieren, zeigen wieder in erschütternder Weise, wie diesen scheinbar fest in der Frankfurter Gesellschaft verankerten Menschen der Boden unter den Füßen weggerissen und sie in Armut, Verzweiflung, Flucht oder Tod getrieben wurden.

Kann es uns Mahnung sein?

Bild der Verlegung 2023 in der Blanchardstraße 20
Verlegung 2023, Blanchardstraße 20, Frankfurt am Main
© Initiative Stolpersteine Frankfurt am Main e. V.